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Autor: Sankt Anna Plan Förderverein

Bericht von der Jahreshauptversammlung

Jahreshauptversammlung im alten Rathaus in Mähring am Freitag, 26. April 2019

Zwei Bischöfe zum Wallfahrtsjubiläum in St. Anna

Tirschenreuth/Plan

Ein bedeutendes Wallfahrtsjubiälum steht bevor, 2019 kann die 30-igste grenzüberschreitende Wallfahrt zur hl. Mutter Anna  bei Plan gefeiert werden. Dazu haben sich die Bischöfe Dr. Rudolf Voderholzer aus Regensburg und Tomas Holub aus Pilsen angekündigt, um am Freitag, 26. Juli um 10 Uhr den Pontifikalgottesdienst zu feiern. Die Vorfreude darauf ist für die Organisatioren Dr. Max Schön als Wallfahrtsführer und Reinhard Legat sowie für Herbert Konrad als Vorsitzenden des Förderverein St. Anna e.V. riesig. Daher wurde dieses Jubiläum bei der Jahreshauptversammlung (JHV) am 26. April in Mähring ausführlich besprochen.

Die Wallfahrt beginnt am 26. Juli um 5.45 Uhr am Grenzübergang Mähring, eine weitere Gruppe pilgert von Plan aus zur Wallfahrtskirche, wo beide Gruppen zusammen treffen und gemeinsam in die barocke Wallfahrtsstätte ein ziehen.  Bischof Voderholzer selbst möchte als begeisterter Pilger auch eine Wegstrecke zu Fuß mit gehen, teilte Dr. Maximilian Schön in der Jahreshauptversammlung mit. Der Festgottesdienst wird vom Männergesangsverein Tirschenreuth gestaltet und von Sophie Legat mit barocken Blockflötenklängen musikalisch umrahmt. Mit einem  Wallfahrtsheftchen soll dieses großartige Jubiläum für alle Pilger in bleibender Erinnerung bleiben. Reinhard Legat hat dazu schon glänzende Ideen entwickelt und bei der Versammlung vorgestellt, die großen Zuspruch gefunden haben.

Vorsitzender Herbert Konrad berichtete bei der JHV von den Ereignissen im vergangen Jahr, mit den monatlichen deutsch-tschechischen Gottesdiensten, der Wallfahrtsmesse mit dem Dresdner Pfarrer Ralf Bertels. Ein Konzert mit dem Gospelchor aus Pilsen brachte Schwung und Harmonie in das alt ehrwürdige Gotteshaus. Der dritte Jahreskalender bereitete vielen Menschen wieder große Freude. Eine große Ehre wurde Rosa Schöner zu teil, als sie mit dem Ehrenzeichen des Bay. Minsterpräsidenten ausgezeichnet wurde und für den Förderverein St. Anna durfte Herbert Konrad ein Präsent von Bischof Holub in Empfang nehmen.

Für eine evtl. Innenrenovierung der Wallfahrtskirche konnte eine Kostenschätzung vom Pilsner Architektenbüro Soukup vorgestellt werden, die weitere Beratungen bedarf und sich unter Umständen in Teilabschnitten verwirklichen lassen könnte.
Für den 18. August ist wieder eine Rad-Sternwallfahrt nach St. Anna geplant.
Der Förderverein bittet schon jetzt, sich den Termin für die Jubiläumswallfahrt vorzumerken.

 

Reinhard Legat stellt den Entwurf des Wallfahrtsbüchleins und die neue Wallfahrtstafel zum 30-jährigen Jubiläum vor.

 

 

Das Gebetsheftchen zur Wallfahrt
könnte nach den Vorstellungen von
Reinhard Legat so ausehen und ein
Andenken an die Jubiläumswallfahrt sein.

 

        

Entwurf der Wallfahrtstafel

für die Jubiläumswallfahrt

am 26. Juli 2019 v. R. Legat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gottesdienste in der Wallfahrtskirche St. Anna

Nach der Winterpause findet der erste Gottesdienst in der Wallfahrtskirche St. Anna bei Plan am Samstag, 27. April um 17 Uhr statt.

Dann weiter jeden 3. Samstag im Monat, so am 18. Mai, 15. Juni jeweils um 17 Uhr.

Im Juli wird dann die Jubiläumswallfahrt am Freitag den 26. Juli um 10 Uhr gefeiert. Dazu haben die beiden Bischöfe aus Regensburg und Pilsen ihr Kommen zugesagt und werden gemeinsam den Pontifikalgottesdienst zelebrieren.

St.-Anna-Kalender für 2019

Mit dem Jahreskalender 2019 bieten Heimatkreis Plan-Weseritz und Förderverein St. Anna wiederum einen interessanten Überblick über das vergangene Jahr an, der als nettes Weihnachtsgeschenk verwendet werden kann. Mit Bildern vom Heimattreffen in Mährig und der St. Anna Wallfahrt nach Plan sowie weiteren interessanten Detailaufnahmen werden Erinnerungen wach gehalten. Der Preis pro Kalender beträgt einschließlich Versandkosten 12,- €.

Bestellungen nehmen entgegen:

Rosa Schöner, Hauptstraße 68 in 95695 Mähring, Tel. 09639/586 oder

Herbert Konrad, Matzersreuth 26 in 95643 Tirschenreuth, Tel. 09631/4435

Der entsprechende Betrag sollte im Voraus auf das Konto des Förderverein St. Anna e.V., Sparkasse Oberpfalz Nord, IBAN: DE73 7535 0000 0008 8413 63, Kennwort „Kalender 2019“ überwiesen werden, möglichst mit der vollständigen Adresse. Jeder Mehrbetrag wird als Spende für die o.g. Organisationen verwendet.

Grenzüberschreitende Wallfahrt

Nach fünf Kilometer Wegstrecke erwartet die Wallfahrer eine Frühstückspause an der St. Anna Kirche in Promenhof. Frauen und Männer aus dem Ort servieren liebevoll bereitete böhmische Spezialitäten, dazu gibt es Kaffee, Tee und Limonaden. Und nach einem Andenken an die Verstorbenen setzen die Pilger gestärkt ihren Weg fort. Ein gutes Beispiel deutsch-tschechischer Zusammenarbeit!

29. St. Anna Wallfahrt mit Pfarrer Ralf Bertels

Einzug der Fußpilger in die Wallfahrtskirche St. Anna

 

Festprediger Pfarrer Ralf Bertels aus Dresden
Pilgergruppe auf dem Weg von Mähring nach Plan

 

Festgottesdienst mit Gräfin Mathilda Nostiz (2. Reihe) und Bürgermeister aus Plan, Martina Nemeckova u. Pavel Nutil (1. Reihe)Regine Löffler-Klemsche vom Heimatkreis Plan-Weseritz, 3. Bürgermeister Norbert Schuller aus Tirschenreuth und Bürgermeister Josef Schmidkonz aus Mähring

 

Mittagspause in den Parkanlagen am Annaberg

29. St. Anna Wallfahrt

Im Namen des Förderverein St. Anna e. V. und der Pfarreien Tirschenreuth und Mähring dürfen wir Sie zur

29. St. Anna Wallfahrt nach Plan, am Freitag, 27. Juli 2018 ganz herzlich einladen.

Diese grenzüberschreitende Wallfahrt von Deutschland wird von dem bekennenden Egerländer H. H. Pfarrer Ralf Bertels aus Dresden angeführt. Mit dieser Wallfahrt von Mähring nach Plan wollen die Pilger ein Zeichen des Friedens und des Versöhnung setzen und somit zum besseren Verstehen zwischen den Völkern beitragen.

Die Fußpilger starten um 5.45 Uhr an der Grenze bei Mähring, eine weitere Gruppe beginnt die Prozession um 9.15 Uhr am Marktplatz in Plan. Der Festgottesdienst beginnt um 10 Uhr. Im Anschluss daran werden in den Parkanlagen am Annaberg Verköstigung und sonstige Artikel angeboten, organisiert von der Partnerstadt Plan.

Mitfahrgelegenheit:
· Um 5.20 Uhr ab Landratsamt Tirschenreuth bis zur Grenze mit Kleinbussen;
· In Kleinbussen von Tirschenreuth über Mähring nach Plan zum Marktplatz und zur Wallfahrtskirche; Zusteigemöglichkeiten um 8.00 Uhr bei Landgraf, anschließend Landratsamt, ca. 8.10 Uhr in Großkonreuth und 8.20 Uhr in Mähring;
· Rückfahrt mit Kleinbussen und Pkw`s gegen 13.30 Uhr;

Bei Fragen zur Fußwallfahrt können Sie sich an Dr. Max Schön, Tel. 09631/4455 und für die Wallfahrt allgemein an Herbert Konrad, Tel. 09631/4435, wenden.

Wir würden uns freuen, Sie bei dieser grenzüberschreitenden Wallfahrt mit dem anschließenden Fest der Stadt Plana begrüßen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Herbert Konrad                     Dr. Max Schön

Orgelkonzert am 6. August 2017 in der Wallfahrtskirche St. Anna

Wie der Musikglanz einer Orgelweihe

Professor Martin Bernreuther auf der Orgelbank in St.-Anna bei Plana/CZ

Die Orgel  und das Cembalo sind die Musikinstrumente, die  ohne den Einsatz jener Lautstärkegrade auskommen müssen.  Der gute Organist muss ein Zeitkünstler sein. Er muss das Element des verzögerten oder beschleunigten Toneinsatzes, des Bindens wie des Absetzens von Tönen, also Agogik wie Artikulation in vielen Varianten beherrschen – die Agogik, die nicht primär die Emotion, sondern vor allem geistigen Überbau benötigt, um dann im Ergebnis wiederum emotional wirken zu können.

Dies demonstrierte am vergangenen Sonntag der Eichstätter Domorganist Prof. Martin Bernreuther: Erstausbildung bei Viktor Ballon, in Waldsassen geboren und die Jugend verbracht, jenem Klosterstädtchen, dem überdurchschnittlich viele Musikprofessoren und -Dozenten entwachsen sind. Martin Bernreuther spielte auf der durch Boris Mettler neu restaurierten Barockorgel in einer Aura aus Odem der Zeit samt Patina der St.-Anna-Kirche, die darüberhinaus akustisch wunderbar wirkt, wenn sich – wie hier geschehen – der Organist mit seinem Spiel diesem Raum anpassen kann. Souverän wie der Musikglanz einer Orgelweihe wirkte dieses Konzert des Domorganisten.

 

Dass er innig-intim sich ausdrücken kann, bewies er prototypisch mit zwei kurzen Stücken, dem Bach’schen Choralvorspiel „Liebster Jesu, wir sind hier“ und der Übertragung eines kleinen Juwels für Glasharmonika von Wolfgang Amadeus Mozart, dem Adagio in C-Dur, KV 356, einem Stücklein, das unmittelbar zu Herzen geht. Die einleitende auf Orgelpunkten virtuos präludierende Toccata in F-Dur von Johann Pachelbel war wie die Visitenkarte eines schönen und gut gestimmten Klanges der St.-Anna-Orgel. Mit den fast 10 Magnifikat-Versetten von Johann Speth (1664 – 1719) färbte Martin Bernreuther durch interesannte Registerkombinationen dieser Sätzchen Raum und Zuhörerohren ein. Quasi alle Register dieser schönen Barockorgel zogen er bzw. seine musikbegabte 15-jährige Tochter Anna als Registrantin in Buxtehudes Choralfantasie über „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ – ein Kontrastbeispiel für rasante Tonfolgen wie zurückhaltende Eindringlichkeit. Die Schwergängigkeit der Tastatur einer solch alten mechanischen Orgel beeinträchtigte die Schnelligkeit in keiner Weise, was von einem versierten in vielen europäischen Städten auftretenden ehemaligen künstlerischen-Diplom-mit-Auszeichnung-Lehrndorfer-Schüler zeugt. Werke der barocken Komponisten Domenico Zipoli, Andrés de Sola und des süddeutschen Vorklassikers Franz Xaver Schnizer (1740 – 1785) waren weitere Beiträge dieses gut einstündigen Konzertes. Wolfgang Amadeus Mozarts bekanntes, oft bearbeitetes und „ohrwurm“-thema-behaftetes Kammermusikwerk Adagio und Rondo in c/C, KV 617, hier in einer Bearbeitung Bernreuthers, war quasi der akustische Hit zum genießenden Zurücklehnen.

 

Mit langanhaltendem Applaus quittierte das Publikum die beeindruckende Stunde. Herbert Konrad, der Vorsitzende des Fördervereins St. Anna,  betonte in seinen Dankesworten, dass dieses schöne Konzert aufgrund einer Anfrage von Prof. Martin Bernreuther  selbst zustandekam, der es als Benefiz-Konzert zur Erhaltung der St.-Anna-Kirche bestritt. Mit einem St.-Anna-Ehrenteller entließ Konrad den Eichstätter Domorganisten, den Stiftländer, der grenzüberschreitend im benachbarten ehem. Egerland so einen Riesen-Eindruck hinterließ.

 

Text von Maximilian Schnurrer, bearbeitet von Herbert Konrad.