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Kategorie: Neues

Gottesdienste in der Wallfahrtskirche St. Anna

Nach der Winterpause findet der erste Gottesdienst in der Wallfahrtskirche St. Anna bei Plan am Samstag, 27. April um 17 Uhr statt.

Dann weiter jeden 3. Samstag im Monat, so am 18. Mai, 15. Juni jeweils um 17 Uhr.

Im Juli wird dann die Jubiläumswallfahrt am Freitag den 26. Juli um 10 Uhr gefeiert. Dazu haben die beiden Bischöfe aus Regensburg und Pilsen ihr Kommen zugesagt und werden gemeinsam den Pontifikalgottesdienst zelebrieren.

29. St. Anna Wallfahrt

Im Namen des Förderverein St. Anna e. V. und der Pfarreien Tirschenreuth und Mähring dürfen wir Sie zur

29. St. Anna Wallfahrt nach Plan, am Freitag, 27. Juli 2018 ganz herzlich einladen.

Diese grenzüberschreitende Wallfahrt von Deutschland wird von dem bekennenden Egerländer H. H. Pfarrer Ralf Bertels aus Dresden angeführt. Mit dieser Wallfahrt von Mähring nach Plan wollen die Pilger ein Zeichen des Friedens und des Versöhnung setzen und somit zum besseren Verstehen zwischen den Völkern beitragen.

Die Fußpilger starten um 5.45 Uhr an der Grenze bei Mähring, eine weitere Gruppe beginnt die Prozession um 9.15 Uhr am Marktplatz in Plan. Der Festgottesdienst beginnt um 10 Uhr. Im Anschluss daran werden in den Parkanlagen am Annaberg Verköstigung und sonstige Artikel angeboten, organisiert von der Partnerstadt Plan.

Mitfahrgelegenheit:
· Um 5.20 Uhr ab Landratsamt Tirschenreuth bis zur Grenze mit Kleinbussen;
· In Kleinbussen von Tirschenreuth über Mähring nach Plan zum Marktplatz und zur Wallfahrtskirche; Zusteigemöglichkeiten um 8.00 Uhr bei Landgraf, anschließend Landratsamt, ca. 8.10 Uhr in Großkonreuth und 8.20 Uhr in Mähring;
· Rückfahrt mit Kleinbussen und Pkw`s gegen 13.30 Uhr;

Bei Fragen zur Fußwallfahrt können Sie sich an Dr. Max Schön, Tel. 09631/4455 und für die Wallfahrt allgemein an Herbert Konrad, Tel. 09631/4435, wenden.

Wir würden uns freuen, Sie bei dieser grenzüberschreitenden Wallfahrt mit dem anschließenden Fest der Stadt Plana begrüßen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Herbert Konrad                     Dr. Max Schön

Orgelkonzert am 6. August 2017 in der Wallfahrtskirche St. Anna

Wie der Musikglanz einer Orgelweihe

Professor Martin Bernreuther auf der Orgelbank in St.-Anna bei Plana/CZ

Die Orgel  und das Cembalo sind die Musikinstrumente, die  ohne den Einsatz jener Lautstärkegrade auskommen müssen.  Der gute Organist muss ein Zeitkünstler sein. Er muss das Element des verzögerten oder beschleunigten Toneinsatzes, des Bindens wie des Absetzens von Tönen, also Agogik wie Artikulation in vielen Varianten beherrschen – die Agogik, die nicht primär die Emotion, sondern vor allem geistigen Überbau benötigt, um dann im Ergebnis wiederum emotional wirken zu können.

Dies demonstrierte am vergangenen Sonntag der Eichstätter Domorganist Prof. Martin Bernreuther: Erstausbildung bei Viktor Ballon, in Waldsassen geboren und die Jugend verbracht, jenem Klosterstädtchen, dem überdurchschnittlich viele Musikprofessoren und -Dozenten entwachsen sind. Martin Bernreuther spielte auf der durch Boris Mettler neu restaurierten Barockorgel in einer Aura aus Odem der Zeit samt Patina der St.-Anna-Kirche, die darüberhinaus akustisch wunderbar wirkt, wenn sich – wie hier geschehen – der Organist mit seinem Spiel diesem Raum anpassen kann. Souverän wie der Musikglanz einer Orgelweihe wirkte dieses Konzert des Domorganisten.

 

Dass er innig-intim sich ausdrücken kann, bewies er prototypisch mit zwei kurzen Stücken, dem Bach’schen Choralvorspiel „Liebster Jesu, wir sind hier“ und der Übertragung eines kleinen Juwels für Glasharmonika von Wolfgang Amadeus Mozart, dem Adagio in C-Dur, KV 356, einem Stücklein, das unmittelbar zu Herzen geht. Die einleitende auf Orgelpunkten virtuos präludierende Toccata in F-Dur von Johann Pachelbel war wie die Visitenkarte eines schönen und gut gestimmten Klanges der St.-Anna-Orgel. Mit den fast 10 Magnifikat-Versetten von Johann Speth (1664 – 1719) färbte Martin Bernreuther durch interesannte Registerkombinationen dieser Sätzchen Raum und Zuhörerohren ein. Quasi alle Register dieser schönen Barockorgel zogen er bzw. seine musikbegabte 15-jährige Tochter Anna als Registrantin in Buxtehudes Choralfantasie über „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ – ein Kontrastbeispiel für rasante Tonfolgen wie zurückhaltende Eindringlichkeit. Die Schwergängigkeit der Tastatur einer solch alten mechanischen Orgel beeinträchtigte die Schnelligkeit in keiner Weise, was von einem versierten in vielen europäischen Städten auftretenden ehemaligen künstlerischen-Diplom-mit-Auszeichnung-Lehrndorfer-Schüler zeugt. Werke der barocken Komponisten Domenico Zipoli, Andrés de Sola und des süddeutschen Vorklassikers Franz Xaver Schnizer (1740 – 1785) waren weitere Beiträge dieses gut einstündigen Konzertes. Wolfgang Amadeus Mozarts bekanntes, oft bearbeitetes und „ohrwurm“-thema-behaftetes Kammermusikwerk Adagio und Rondo in c/C, KV 617, hier in einer Bearbeitung Bernreuthers, war quasi der akustische Hit zum genießenden Zurücklehnen.

 

Mit langanhaltendem Applaus quittierte das Publikum die beeindruckende Stunde. Herbert Konrad, der Vorsitzende des Fördervereins St. Anna,  betonte in seinen Dankesworten, dass dieses schöne Konzert aufgrund einer Anfrage von Prof. Martin Bernreuther  selbst zustandekam, der es als Benefiz-Konzert zur Erhaltung der St.-Anna-Kirche bestritt. Mit einem St.-Anna-Ehrenteller entließ Konrad den Eichstätter Domorganisten, den Stiftländer, der grenzüberschreitend im benachbarten ehem. Egerland so einen Riesen-Eindruck hinterließ.

 

Text von Maximilian Schnurrer, bearbeitet von Herbert Konrad.